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Die Vorsitzende informiert:

 

Neu ab dem 15.08.2018: Unsere Messstation zur Cäsiumbestimmung  zieht um!

32 Jahre ist die Katastrophe in Tschernobyl bereits her. In der Nacht vom 25. zum 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl die bis dahin schwerste Reaktorkatastrophe der Geschichte.

Leider haben uns die Auswirkungen voll getroffen. Im Altlandkreis Schrobenhausen  war der radioaktive Fallout 1986 aufgrund des Regens zu dieser Zeit relativ hoch. Das wirkt sich bis heute aus. Nach wie vor weisen fünf bis zwanzig Prozent der erlegten Wildschweine Cäsiumwerte über dem Grenzwert auf.

Eine Messung von Wildfleisch auf Radioaktivität verlangt das Gesetz grundsätzlich nicht – nur wenn Wildbret außerhalb des häuslichen Bereichs an Dritte abgegeben oder verkauft wird, spricht man (juristisch) von „Inverkehrbringen“. Von der EU ist für die Verkehrsfähigkeit von Lebensmitteln ein Höchstwert für die Aktivitätskonzentration von 600 Bq/kg (hier: Becquerel Radiocäsium pro Kilogramm Wildfleisch) vorgegeben worden, der nicht überschritten werden darf.

Die primäre Verantwortung dafür, dass die Grenzwerte eingehalten werden, liegt bei den Lebensmittelunternehmern, was uns Jäger einschließt. Als Lebensmittelunternehmer bringen wir Wildfleisch in Verkehr. Lebensmittelunternehmer unterliegen der Anforderung der Einhaltung der Sorgfaltspflicht nach Art. 17 Abs. 1 der Verordnung (EG) 178/2002.

Ein Verstoß dagegen kann als Ordnungswidrigkeit oder Straftat geahndet werden. Wenn sich bei der Messung eine Überschreitung eine Aktivitätskonzentration von 600 Bq/kg herausstellt, besteht ein Inverkehrbringungsverbot. Das Wildbret ist kostenpflichtig zu entsorgen. Eine diesbezügliche Entschädigung kann beim Bundesverwaltungsamt beantragt werden.

"Die Jägerinnen und Jäger sind den Verbrauchern verpflichtet und lassen ihre erlegten Sauen messen", sagt unser Jagdfreund Christian Podeschwa.

Er muss es wissen, denn seit Januar 2015 ist Christian Podeschwa für den reibungslosen Ablauf der Cäsium-Messstation der Jägervereinigung Schrobenhausen verantwortlich.

Sein diesbezüglicher Kundenservice, den wir Jäger bisher genießen dürfen,  ist sehr beeindruckend. Wir können unser Wild – selbstredend zu jeder Zeit -  bei ihm auf Radioaktivität messen  lassen. Der notwenige ‚Papierkram‘ wird nebenbei und prompt erledigt. Darüber hinaus können wir bei ihm auch die Trichinenproben geben. Er sorgt dafür, dass die Proben zur Untersuchungsstelle gebracht werden.

Mit Bedauern musste ich diese Woche zur Kenntnis zu nehmen, dass Christian Podeschwa seine Tätigkeit nicht mehr fortführen will. Er bat mich, ihn aus seiner Verantwortung zu entbinden. Ich solle schnellstmöglich nach einem Ersatz suchen, der künftig die Messstation betreut.

Ich verstehe seine Beweggründe. Mit der Übernahme eines eigenen Jagdreviers, das von den Vorpächtern etwas ‚im Stich‘ gelassen wurde, hat er sich eine Menge Arbeit aufgetan.

Mittlerweile erklärte sich  Josef Hofberger aus Gachenbach dazu bereit,  im vollen Umfang die bisherige Arbeit von Christian Podeschwa zu übernehmen.

So können alle Reviere der Jägervereinigung Schrobenhausen ab dem 15.08.2018 ihre Wildpret-Proben zur Messung von Cäsium zu Josef Hofberger nach Gachenbach  bringen. Wie gewohnt auch die Trichinenproben. Am bisherigen Procedere wird sich nichts ändern. Ich danke ihm für seine Bereitschaft, diese Arbeiten zu übernehmen.

Neue Adresse der Messstation:

Josef Hofberger

Untere Ortsstrasse 17

86565 Gachenbach

Tel Nr. 08259-247

 

Ich danke Christian Podeschwa für sein bisheriges Engagement für die Jägervereinigung Schrobenhausen ganz herzlich. In seinem neu gepachteten Jagdrevier  möge sich durch seine Tatkraft sehr bald recht viel Weidmannsheil einstellen.

Mit Weidmannsheil

Ihre

 

Maria Grepmair

 

 

Aus aktuellem Anlass:

 

Seit dem 12.11.2018 wurde der Verdacht der Ansteckung mehrerer Jäger mit „Hasenpest“ in der Oberpfalz bestätigt. Die Ansteckung erfolgte offenbar nach einer Treibjagd. Deshalb sollten auch wir aufmerksam sein.

Hasenpest ist eine Zoonose, das bedeutet Mensch und Tier können befallen sein.

In der Vergangenheit wurden in Deutschland eher Einzelfälle gemeldet; bei uns  zuletzt 2017 bei einem Hasen in Wertingen.

Erreger ist ein Bakterium (Francisella tularensis).  Die Erkrankung ist in Deutschland nach dem Tiergesundheitsgesetz meldepflichtig. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt, Einatmen von Staub oder durch Blut, auch Zecken können Überträger sein.

Symptome bei Hasen, Kaninchen und anderen Nagern sind leider nicht eindeutig. Abmagerung, stumpfes Fell, Verhaltensänderung und Lymphkontenschwellungen sind Verdachtsmomente.

Beim Menschen werden insbesondere grippeähnliche Symptome, Hautveränderungen und Lymphknotenschwellungen beschrieben.

Eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika ist recht erfolgversprechend; wir sollten gegebenenfalls unseren Hausarzt darauf hinweisen, dass wir Jäger sind.

Vorbeugen können wir, indem wir verdächtige Tiere – in Absprache mit dem Veterinäramt – untersuchen lassen, beim Aufbrechen und Abbalgen Handschuhe tragen und Wildbret vor dem Verzehr ausreichend erhitzen.

Nach meiner Auffassung besteht kein Grund zur Panik. Die Erkrankung gibt es schon lange, eine seuchenhafte Verbreitung ist nicht zu erwarten. Trotzdem müssen wir die Augen offen halten.

 

Dr. Andreas Hermülheim

 

 

Neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Ab dem 25. Mai 2018 ist die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten.

Aus diesem Grund haben auch wir unsere Datenschutzhinweise entsprechend überarbeitet und dem neuesten gesetzlichen Stand angepasst.

Sie finden ab sofort im Inhaltsverzeichnis bzw. der Kopfzeile unserer Homepage www.jaeger-sob.com  unsere Datenschutzerklärung sowie unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen.

Bei sonstigen Fragen oder Wünschen wenden Sie sich gerne jederzeit an jaeger-sob@web.de oder direkt an unsere Vorstandsmitglieder.

 

 

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